Aktivitäten

Dental Preventiv Program (DPP)

 DPP s jacobs 2 (10) DSC05958  SAM_0080

Die wichtigste Facette der Zahnmedizin ist die Prävention. Durch Kenntnisse über Entstehung von Karies, der richtigen Putztechnik, Zahnpasta, guter Zahnreinigung und regelmäßige Kontrollen lassen sich Karies und Zahnfleischerkrankungen weitgehend vermeiden.

Die Zielgruppe für dieses Programm sind Schulkinder, weil:

• Kinder sind einfacher zu Verhaltensänderungen zu motivieren, begünstigt durch die Gruppendynamik einer lernfähigen und lernwilligen Schulklasse. Die Kariesanfälligkeit nimmt ab dem 18. Lebensjahr deutlich ab, bei gleichbleibender Reinigung und regelmäßiger Kontrolle.

• Durch den DPP-Einsatz erreicht der Zahnarzt viele Kinder auf einem Mal. In Rwanda finden wir einfache Übertragungswege. Die Kinder werden die Informationen in ihrem sozialen Umfeld weitergeben. Die Eltern können wiederum die vorhandenen lokalen zahnmedizinischen Einrichtungen besuchen (Centre Saintes).

• Durch die Prävention an Schulen ist eine Nachhaltigkeit zu erreichen, weil wir immer wieder kommen, die Kinder über Jahre die gleiche Schule besuchen und dadurch eine gute Qualitätssicherung möglich ist. Diese Facette spielt in den DPP’s aber auch im ART-Programm eine wichtige Rolle.

• Durch frühzeitige Behandlung lassen sich spätere größere Schäden vorbeugen, deren Beseitigung eine komplexere Behandlung notwendig machen würde.

Die Dental-Preventiv-Programme werden an den Partnerschaftsschulen des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V. durchgeführt. Eine Zusammenarbeit mit lokalen Dental Therapist´s, LehrerInnen und in der Nähe gelegenen Centre Saintes wird aktiv gefördert.

Screening

DPP s jacobs 2 (33)  DSC_0142 Afbeelding3

Grundlage des Programms ist “Basis Screening Survey Planning Guide” aus 2005. Herausgegeben durch Association of State and Territorial Dental Directors (ASTDD).

Für Kinder, die in dem DPP-Programm sind, ist ein Screening (zahnmedizinische Kontrolluntersuchung und Kariesrisikobestimmung) vorgesehen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass nicht alle Kinder die ein DPP bekommen auch in der Screening Gruppe sind. Gründe dafür sind bzw. das Kinder zu Hause bleiben, um auf dem Land zu helfen oder bei Erkrankten helfen oder viel Angst haben.

Das Screening wird von uns als Grundlage für eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Kontrolle eingesetzt, um die Nachhaltigkeit des Programms zu überprüfen.

Atraumatic Restorative Treatment (ART)

 22-02-2013 (22)  Afbeelding2

Grundlage des Programmes ist: Atraumatic Restorative Treatment (ART) on decayed teeth  A Training Manual for Public Health Workers. “The content of this manual is reproduced from the original ART manual written by Dr. Jo Frencken, Prof. Prathip Phantumvanit, Prof. Taco Pilot, Dr. Yupin Songpaisan and Dr. Evert van Amerongen and published by the WHO Collaborating Centre for Oral Health Services Research in Groningen, The Netherlands in 1997”

Die Atraumatic Restorative Treatment (ART)-Behandlungsmethode ist eine anerkannte Behandlung, um Füllungen zu machen, wenn nur minimale Möglichkeiten zu Verfügung stehen. Es ist eine minimal invasive Technik, wobei mit speziellen Handinstrumenten gearbeitet wird und die Füllung aus einem Glasionomer-Zement besteht. Diese Methode ist seit 1985 eine Füllungsmethode, welche in der wissenschaftlichen Literatur wieder zu finden ist. Die Methode wurde entwickelt, um die zahnmedizinische Versorgung auch dort möglich zu machen wo keine Geräte, Strom und Wasser vorhanden sind.

Diese ART-Methode wird von uns eingesetzt als Grundlage für eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Kontrolle, um die Nachhaltigkeit des Programms zu überprüfen.

Ausbildungsaktivitäten für ZahnärztInnen und “Dental Therapist´s”

   DSC05928 Afbeelding4

Durch das Abhalten von “Masterclasses”, mit den Inhalten über DPP, Screening und ART, werden die theoretischen Kenntnisse der ZahnärztInnen und Dental Therapist´s  erweitert. Desweiteren basieren die Lehrinhalte auf den “Basic Package of Oral Care (BPOC)”, herausgegeben von der WHO Collaborating Centre for Oral Health Care Planning and Future Scenarios; College of Dental Science University of Nijmegen, The Netherlands.

Weiterhin werden Kurse im Rahmen des Programms “training on the job” organisiert. Hierbei werden die praktischen Fähigkeiten der verschiedenen Programme wie DPP, Screening, ART und allgemeine zahnmedizinische Behandlungen vertieft und erweitert.

Die an den Programmen beteiligten ZahnärztInnen und Dental Therapist´s stehen durch Skype und E-Mail im direkten Kontakt mit den ZahnärztInnen der DHCR.